Im Herbst 2008 durchs sächsische Erzgebirge und das Vogtland
Am ersten Oktober gingen wir auf unsere diesjährige Herbsttour. Die Zielstellung war, abseits der Hauptstraßen das Erzgebirge und Vogtland zu bereisen. Leider begann die Fahrt mit einer Panne. Die Aufbaubatterie hatte sich leise verabschiedet. So fuhren wir also erstmal zu unserem Händler in Dresden, wo der Batterietod bestätigt wurde. Nun hatte aber die Werkstatt ein Problem, denn es war keine passende Batterie am Lager. Nach einigen Telefonaten gelang es ihr, doch noch eine zu organisieren. Somit konnten wir nach etwa drei Stunden die Fahrt fortsetzen. Über Freital führte uns die Route an die Talsperre Klingenberg. Nach kurzer Besichtigung ging es weiter bis Frauenstein, um die Burgruine zu besichtigen. Leider waren wir aber spät dran, es war schon geschlossen. Im wenige Kilometer entfernten Dittersbach gibt es einen Parkplatz, der uns für die Übernachtung geeignet erschien und kostenfrei ist.
Tageskilometer: 183
Da sich nur etwa 100 Meter weiter ein Bäcker befindet, gab es am nächsten Tag frische Brötchen zum Frühstück. So gestärkt ging es weiter bis Seiffen, dem Zentrum der traditionellen erzgebirgischen Holzschnitzerei. Der Parkplatz am Spielzeugmuseum bietet auf dem hinteren Teil (auf Empfehlung des Parkplatzkassierers) die Möglichkeit zur Übernachtung. Von 17.00 bis 09.00 Uhr ist er kostenfrei nutzbar. Für Liebhaber von Räuchermännchen, Schwibbogen, Nußknackern, Engeln und vielen anderen geschnitzten Figuren besteht in Seiffen die Gefahr, süchtig zu werden. In fast jedem Haus befindet sich eine Schnitzerei bzw. ein Geschäft, wo man zuschauen und kaufen kann.
Tageskilometer: 27
Olbernhau war unser erstes Ziel am nächsten Tag. Von den Schäden des Hochwassers im August 2002 war kaum noch etwas zu sehen, die Grundstücke und Häuser wieder schön hergerichtet. Über Marienberg fuhren wir bis in die Bergstadt Wolkenstein, besuchten die Burg und beobachteten Bergsteiger, die die steilen Felsen über dem Zschopautal erklommen. Ein kurzes Stück weiter liegt das Thermalbad Wiesenbad. Auf dem dortigen kleinen, aber feinen Stell- und Campingplatz Himmelmühle beendeten wir den Tag.
Tageskilometer: 85, Übernachtung 11,50 EUR, Strom 2.-EUR
Es gefiel uns hier so gut, dass wir gleich mal einen Ruhetag einlegten. In der familiär anmutenden Gaststätte kann zudem recht preiswert gespeist werden. Leider ist auf dem Campingplatz keine Möglichkeit zur Abwasserentsorgung vorhanden.
Unser nächstes Ziel war das technische Museum Frohnauer Hammer. Während einer Führung wird auch die alte Technik in Aktion gezeigt. Nun ging es ständig bergauf, in die höchstgelegene Stadt Sachsens, Oberwiesenthal. Der Aufenthalt auf dem Fichtelberg (1215 m) fiel recht kurz aus, da es dank des stürmischen Windes ziemlich ungemütlich war. Auf dem Campingplatz im Sportpark Rabenberg bei Breitenbrunn beendeten wir diese Tagesetappe. Leider gab es hier noch eine weitere Panne auf dieser Tour: Ich habe durch Unaufmerksamkeit die Speicherkarte meines Fotoapparates formatiert und somit leider alle Fotos, die ich bis hierher aufgenommen hatte, verloren. Daher gibt es auch bis hierher keine Fotos.
Tageskilometer: 81, Übernachtung 15.- EUR, Strom 2.- EUR
Weiter ging die Fahrt zunächst nach Morgenröthe-Rautenkranz, wo wir die sehr interessante Raumfahrtausstellung
besuchten. Da der Tag sich recht regnerisch zeigte, hatte wir auch keine Lust für weitere Unternehmungen. Wir fuhren noch bis nach Mühlleithen auf den großen Parkplatz Floßgrabenweg an der Kammloipe, um hier zu übernachten.
Tageskilometer: 67
Der nächste Tag gehörte dem Besuch der Vogtlandarena
mit der neu erbauten Sprungschanze. Ein Aufzug auf Schienen brachte uns nach oben zum Schanzenturm. Mit dem Fahrstuhl ging es weiter bis zur oberen Plattform, von der man eine gute Sicht über die gesamte Anlage hat. In Klingenthal wurde Proviant gefaßt, um dann bis nach Landwüst auf den dortigen Parkplatz zu fahren, wo wir über Nacht blieben.
Tageskilometer: 40.
Hier in Landwüst gibt es ein kleines Freilichtmuseum, welches das frühere Leben im Vogtland dokumentiert.
Wir besuchten dann das Musikinstrumentenmuseum in Markneukirchen, in dem über 4000 Exponate gezeigt werden.

In „Hüttel's Musikwerke Ausstellung“ können mechanisch selbstspielende Musikwerke, von der Spieldose bis zur Rummelplatzorgel, in Aktion bewundert werden.

Wenige Kilometer weiter, in Adorf, werden in einer Miniaturschauanlage vogtländische Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele gezeigt. Der einzige Botanische Garten des sächsischen Vogtlandes befindet sich direkt neben der Miniaturschauanlage.
Auf dem Stellplatz der Gaststätte „Forsthaus Schänke“ in Bad Elster endet dieser Tag.
Tageskilometer: 23, Übernachtung 4.- EUR, Strom 2.- EUR

Ein Bummel durch den herbstlichen Kurpark stand am nächsten Tag auf dem Programm,

bevor wir nach Oelsnitz fahren und Schloß Voigtsberg einen Besuch abstatteten.
Anschließend ging es weiter in die Kreisstadt Plauen. Auf dem kostenlosen Stellplatz Neustadtplatz richteten wir uns für die Nacht ein.
Tageskilometer: 36
Ausgiebig besichtigten wir das Zentrum von Plauen, bummelten über die alte Elsterbrücke, eine der ältesten Steinbrücken Mitteleuropas
und besuchten die sehr empfehlenswerte Schaustickerei „Plauener Spitze“.


Anschließend fuhren wir an die Talsperre Pöhl. Auf dem neu eingerichteten Stellplatz außerhalb des Campingplatzes Gunzenberg belegten wir einen der vorhandenen 16 Plätze.
Tageskilometer: 12 , Übernachtung 10.- EUR inkl. Strom und VE
Es ist Sonnabend und strahlender Sonnenschein begleitete uns auf dem Bummel an der Talsperre. Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Syrau und besuchten die Drachenhöhle. Anschließend ging es weiter zur Göltzschtalbrücke nach Netzschkau. Ein Rundweg ermöglicht verschiedene Betrachtungs- und Fotopunkte.

Die Nacht verbrachten wir auf dem Parkplatz „Am Kuhberg“ in Brockau, nahe Netzschkau.
Tageskilometer: 51
Weiter ging es nach Reichenbach, wo wir uns das Stadtzentrum erschlossen.
Einen geplanten Besuch des „August Horch Museum“ in Zwickau verschoben wir auf einen späteren Zeitpunkt, da wir recht spät hier ankamen und uns die verbleibende Zeit als zu kurz erschien. So fuhren wir weiter bis zum Stellplatz Dennheritz,(Niederschindmaas), um hier zu übernachten.

Tageskilometer: 60, Übernachtung 4.- EUR, Strom 1.- EUR

Der „Sachsenring“ in Hohenstein-Ernstthal war das erste Ziel am neuen Tag. Leider fanden wir keine Möglichkeit zur Besichtigung der Rennstrecke. So fuhren wir weiter, um in Lichtenstein die „Miniwelt“ zu besuchen.

Auf dem kostenlosen Stellplatz „Alte Ziegelei“ in Niederwürschnitz ging der Tag zu Ende.
Tageskilometer: 54

Da wir uns noch in der Nähe von Zwickau befanden, fuhren wir nochmals zum „August Horch Museum“, dem wir dann fast drei Stunden widmeten.
Der Parkplatz „Am Sportareal“ in Gelenau bot uns eine ruhige, kostenfreie Übernachtung. Tageskilometer: 88
Der nächste Tag führte uns nach Zschopau.

Auf „Schloß Wildeck”besichtigten wir das Motorradmuseum und die anderen Räumlichkeiten des Schlosses. Anschließend fuhren wir zu Verwandten nach Freiberg, wo wir über Nacht blieben.
Tageskilometer: 58

Am letzten Tag unserer Tour entsorgten wir an der VE bei Fritz Berger in Kesselsdorf und besuchten noch Bekannte in Dresden. Spät abends waren wir dann wieder zu Hause und beendeten damit die diesjährige Herbstreise.
Tageskilometer: 157, Gesamte Tourkilometer: 964
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