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Nordkap 2007
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Große Skandinavienrundreise im Juni-Juli 2007

Skandinavien07-1

Am Sonnabend, den 02.06.07, starten wir zu unserer knapp zweimonatigen Tour durch die skandinavischen Länder. Dora und Baldur, das uns begleitende Ehepaar, ist pünktlich am vereinbarten Ort eingetroffen. Es folgt eine problemlose Fahrt über Berlin bis zum Seecamping Flessenow am Schweriner See, unserer ersten Übernachtung.

 

Am nächsten Tag gehen wir in Puttgarden auf die Fähre nach Dänemark. Der Preis für das sogenannte “Schwedenticket“ beträgt 136 €. Bei Vorlage der “Skandinavien Camping Card” zahlt man nur 126,48 €. Das Schwedenticket gilt für die Fähren Puttgarden-Rødby und Helsingør-Helsingborg.

 

 

Auf der E47 fahren wir Richtung Kopenhagen. Kurz vor der Stadt erreichen wir Greve und checken uns auf dem “Hundige Strand Familiecamping“ ein. Der Platz liegt verkehrsgünstig in der Nähe der Autobahn und kostet 154 DKK für zwei Erwachsene und das Caravangespann.

In Kopenhagen besuchen wir das “Tivoli“, wo unser Hund nicht mit hinein darf, bummeln auf der Einkaufsmeile “Strøget“, besteigen den “Rundetaarn“, den Runden Turm, von dem man eine schöne Sicht über Kopenhagen hat, statten der “Kleinen Meerjungfrau“ einen Besuch ab und fahren schließlich noch nach Dragør. Hier vom Hafen aus hat man gute Sicht auf die Öresundbrücke nach Malmö.

 

 

 

 Nach drei Tagen reisen wir über die erwähnte Fährverbindung nach Schweden ein. Wir fahren auf der E4 bis Jönköping, finden am Vettersee einen Platz zum Übernachten und besuchen am nächstenTag das “Tändsticksmuseet“, das Streichholzmuseum, in Jönköping.

Weiter geht die Fahrt auf der E4 bis Nyköping. Hier entdecken wir am Yachthafen einen günstigen Übernachtungsplatz.

An dieser Stelle ein Hinweis zum Tanken: Beim Bezahlen mit Kreditkarte wird oftmals die PIN für die Karte verlangt, sowohl an Tankautomaten, als auch an der Kasse.

 

 

Unser nächstes Ziel, erreichbar durch Stockholm über die E4, E18 und 274, ist “Waxhol Strand & Camping“ auf der Schäreninsel Vaxholm. Hier bleiben wir für die nächsten vier Tage und zahlen 240 SEK pro Nacht. Wir feiern den Geburtstag von Dora und besichtigen natürlich auch Schwedens Hauptstadt. Im “Vasa-Museet“ befindet sich das 1961 nach 333 Jahren gehobene und wundervoll restaurierte Segelschiff “Vasa“, das Flaggschiff der damaligen Kriegsflotte Schwedens, welches bereits nach sieben Minuten Jungfernfahrt sank.

Mit dem “Katharinahissen“, ein hundertjähriger Stahlaufzug, geht es 36 Meter in die Höhe und man bekommt eine schöne Aussicht über die Stadt. Der Verkehrsknoten “Slussen“, die Schleusen, ist beeindruckend. Wir besuchen auch noch die “Prästgatan“ mit ihren vielen kleinen Geschäften und Butiken, die der Getreidegasse in Salzburg ähnelt.

Weiter geht unsere Tour über die E18 und die 70 Richtung Norden. Am Rande der Stadt Falun, an einem kleinen See, übernachten wir. Am nächsten Tag besichtigen wir das “Welterbe Falun“, die industriehistorische Landschaft um das Bergwerk “Stora Kopparberget und Falun“, Schwedens 12. Welterbe. Eine einstündige Führung unter Tage zeigt die Geschichte des ca. 1000-jährigen Kupferbergbaus, welche im angeschlossenem Museum noch ergänzt wird.

Wir fahren auf der 70 bis Mora, stoßen hier auf die 45, den IMG_4101 und bleiben auf diesem.

Nach einer Übernachtung auf dem "Naturcamping Kojby-Rätan" erreichen wir die Stadt Östersund und checken bei “Östersunds Stugby & Camping“, einen schönen kommunalen Platz, für 170 SEK/Nacht ein. Am nächsten Tag machen wir einen Stadbummel und fahren auf die Insel Frösön, die im fünftgrößten See Schwedens, dem Storsjön, liegt. Hier besichtigen wir die weithin bekannte Hochzeitskirche und den Flugplatz. Außerdem besteigen wir den Aussichtsturm in den Frösöbergen und genießen den herrlichen Blick über die Landschaft und die Stadt Östersund.

Weiter geht die Fahrt auf dem Inlandsvägen. An einem See in der Nähe von Sorsele finden wir einen geeigneten Übernachtungsplatz. Hinter Arvidsjaur verlassen wir die 45 und benutzen die 374. Am nächsten Tag besichtigen wir den wahrscheinlich längsten Wasserfall Europas, den „Storfossen“ in der Nähe von Vidsel. Der sehr wasserreiche Fluß „Piteälven“ stürzt hier auf einer Länge von mehreren Kilometern etwa 80 Meter in die Tiefe. Über das Städtchen Boden erreichen wir nördlich von Lulea die E4 und nächtigen in der Nähe von Kalix auf einem großen Platz, der im Winter als Eisstadion dient.

Dann erreichen wir Haparanda, die letzte schwedische Stadt an der E4, überqueren die Grenze zu Finnland und fahren auf der E75 weiter bis Rovaniemi. Kurz vor der Stadt nehmen wir den sehr schlichten CP von "Rova-Motelli". Kosten für eine Nacht 13,50 € inkl. Strom und Dusche. Da Rovaniemi die Heimatstadt des Weihnachtsmannes ist, der hier Santa Claus heißt, besuchen wir ihn natürlich. Sein Büro liegt unmittelbar am “Arctic Circle“, dem nördlichen Polarkreis. Den in der Nähe liegenden Santa-Park können wir leider nicht besichtigen, da er wegen Bauarbeiten erst ab 22.November 2007 wieder geöffnet ist.

Weiter geht es auf der E75 bis Inari, wo wir auf einem Waldparkplatz  übernachten. Am nächsten Vormittag unternehmen wir eine ca. 4,5 km lange Wanderung nach Pielpajärvi, zu einer alten Holzkirche der Samen aus dem Jahre 1760. Anschließend verlassen wir nach wenigen Kilometern die E75 und fahren auf der 92 Richtung norwegische Grenze. Bei Karigasniemi erreichen wir diese und reisen ohne Kontrolle nach Norwegen ein.

In Karasjok besuchen wir den "Sapmi-Park", eine Darstellung der Lebensweise der Samen, der arktischen Ureinwohner Lapplands.

Mit Karasjok erreichen wir auch die E6 und fahren auf dieser bis Lakselv, am Porsangerfjord. Er ist mit 120 km der viertlängste Fjord Norwegens. Am Ortsausgang von Lakselv übernachten wir auf einem direkt am Fjord gelegenem Platz. Dann geht es auf der E69 immer entlang des Fjordes in Richtung Nordkap, von dem uns nur noch 180 km trennen. Mit der Fahrt durch den 6870 Meter langen und 212 m unter dem Meeresspiegel liegendem Nordkaptunnel (Maut 192 NOK) erreichen wir die Nordkapinsel.

Auf dem “NAF Nordkapp Camping Skipsfjorden“, 8 km hinter Honningsvåg, checken wir für 171 NOK/Nacht ein. (NAF ist der norwegische Automobilclub, der ADAC-Mitgliedern 10% Rabatt auf seinen Plätzen gewährt.)

 Es ist der 21. Juni, der Tag der Sonnenwende und wir fahren noch am selben Abend die letzten 25 km auf der erst 1956 erbauten Straße bis zum Nordkap. Nachdem wir die Eintrittsgebühr (195 NOK/Person, gültig für 48 Stunden) entrichtet haben, suchen wir uns auf dem großen, schon sehr gut gefüllten Parkplatz eine Lücke. Dann inspizieren wir, was das Nordkap alles bietet.

 

Es wird viel fotografiert, wir trinken um Mitternacht ein Gläschen Sekt und erfreuen uns an dem überwältigenden Panorama. Im Kinosaal einen Film mit einem Winkel von 125° (auf fünf Leinwänden), der die Natur rund um das Nordkap im Verlauf der vier Jahreszeiten zeigt. Der fazinierende Anblick des Standes der Sonne um Mitternacht über der Barentsee wird uns lange in Erinnerung bleiben. Müde, aber äußerst zufrieden ob des Erlebten, fallen wir gegen zwei Uhr ins Bett.

Nachdem wir ausgeschlafen haben, fahren wir in das nördlichste Fischerdorf der Welt, nach Skarsvåg.

Hier kann vom 13. Mai bis 29. Juli die Mitternachtssonne betrachtet werden. Am 18. November verschwindet sie unter dem Horizont und taucht erst am 24. Januar wieder auf.

 

 

 

 

 

Wehmütig, aber mit dem guten Gefühl, hier gewesen zu sein, verlassen wir am nächsten Tag die rauhe Nordkapinsel und fahren auf der E69 bis Olderfjord, wo wir rechts auf die E6 abbiegen. Diese verlassen wir in Skaidi und fahren auf der 94 Richtung Hammerfest.Auf dem CP "Repparfjord Ungdomssenter" quartieren wir uns für 200 NOK/Nacht ein, um am nächsten Tag solo nach Hammerfest zu fahren. Hier bummeln wir durchs Zentrum der seit 1789 Stadtrecht besitzenden nördlichsten Stadt der Welt. Sehenswert ist die 1961 eingeweihte Kirche, deren sechs Vorgänger allesamt durch Feuer vernichtet wurden. Wir statten noch dem Fischerdorf Forsøl, nordöstlich von Hammerfest, einen Besuch ab, bevor wir ins Camp zurückkehren.

Weiter geht es auf der E6, zunächst bis Alta. Hier besichtigen wir die samischen Felszeichnungen in Hjemmeluft, deren Anzahl auf ca. 6000 geschätzt wird und die zwischen 2000 und 6000 Jahre alt sind. Am 3. Dezember 1985 wurden die Felszeichnungen in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen.

Anschließend fahren wir weiter auf der E6 bis Badderen, wo wir einen ruhigen ÜP finden. Am folgenden Tag kommen wir auf der E6 recht gut voran. In Nordkjosbotn biegen wir auf die E8 Richtung Tromsø ab und fahren bis zum "NAF Ramfjord Camping", auf dem wir für 203 NOK/Nacht einchecken.

 

Der folgende Tag ist der Stadt Tromsø gewidmet. Zuerst besuchen wir die 1964 errichtete Eismeerkathedrale mit einem der größten Glasmosaike Europas. Dann fahren wir über die 1036 m lange Brücke, die vom Festland in die Stadt führt. Wir wandern am Hafen sowie die Stortorget entlang, shoppen etwas, trinken Kaffe und sehen uns die alten und neuen Bauwerke der Stadt an.

Nun geht es auf der E8 zurück bis Nordkjosbotn und weiter auf der E6 bis zum “Polarzoo Bardu”, dem nördlichsten Zoo der Welt. Wir kommen gerade zur rechten Zeit an, denn 14 Uhr ist Raubtierfütterung. Die Luchse ließen sich nicht sehen, dafür aber die Vielfraße, die Wölfe und die Braunbären.

Außerdem sahen wir noch Rentiere, Hirsche und Moschus. Der einzige Elch ist leider an einer Infektion gestorben. Da es noch zu zeitig zum Übernachten ist, fahren wir weiter in Richtung Narvik, biegen aber kurz vorher auf die E10 ab und nehmen Kurs auf die Lofoten. Wir finden einen ÜP bei den Kvitberget IMG_4534 und beenden diesen Tag.

Am nächsten Morgen müssen wir in Melbu auf die Fähre  nach Fiskebøl (192 NOK). Weiter geht’s auf der E10, bis wir ein Stück hinter Kabelvåg links auf die 815 abbiegen und den NAF-Campingplatz "Brustranda Sjøcamping Leknes" ansteuern, der 145 NOK/Nacht kostet. Nach einer ruhigen, noch immer taghellen Nacht, fahren wir am Vormittag über Leknes nach Nusfjord. Nusfjord ist Norwegens ältestes und besterhaltenes Fischerdorf und steht unter Schutz der UNESCO. Bei der Rückfahrt unternehmen wir einen Abstecher nach Vikten. In dem kleinen Dorf an der Westküste der Insel Flagstadøy befindet sich eine Glasbläserei und eine Keramikwerkstatt, beides mit Verkauf.

 

Der nächste Tag gehört einem Besuch des “Lofotr-Wikingermuseum“ bei Borg (Eintritt 100 NOK/Pers., Rentner 80 NOK). Hier wurde der größte Häuptlingshof in Skandinavien aus der Wikingerzeit gefunden. Neben der Fundstelle entstand eine Rekonstruktion in voller Größe. Führungen erfolgen auch in deutscher Sprache.

 

 

Heute ist der 2. Juli und wir fahren weiter südwärts. Zunächst auf der 815 und E10 zurück bis Svolvær. Hier nehmen wir die Fähre nach Skutvik. Die Überfahrt kostet 572 NOK und dauert zwei Stunden. Ab Skutvik fahren wir auf der 81, bis wir die E6 erreichen und auf dieser bis Fauske durchfahren. Wir gehen auf den NAF-CP "Lundhøga" (175 NOK/Nacht).

Am nächsten Tag bestaunen wir den stärksten Gezeitenstrom der Welt, den Saltstraumen. Fast 400 Millionen Kubikmeter Wasser zwängen sich alle sechs Stunden durch die 150 m breite Meerenge und erreichen dabei eine Geschwindigkeit bis zu 20 Knoten.

 

 

 

 

 

 

Heute erreichen wir wieder den Polarkreis an der E6. Nach einer Tasse Kaffee und einigen Fotos fahren wir weiter und biegen kurz vor Mo i Rana rechts ab, um die “Grønligrotta” zu besichtigen (Eintritt 100 NOK/Pers.). Die Grotte entdeckte man wahrscheinlich schon um 1750. Der hier ursprünglich vorhandene Kalkstein wurde durch hohen Druck zu Marmor und Glimmerschiefer umgeformt.

 

 

 

 

 

Nach der Grottenbesichtigung fahren wir noch eine Weile, bis wir einen ÜP nahe Osen finden.

Am nächstenTag überschreiten wir die Grenze zwischen Nordland und Trondelag. Hier begegnen wir drei jungen Tschechen mit ihren 50 Jahre alten Motorrädern vom Typ “Jawa”, die zum Nordkap wollen.

Es geht zügig voran, so daß wir am Abend den NAF-CP "Flakk" bei Trondheim (220 NOK/Nacht) über die 715 erreichen. Obwohl der Platz ziemlich voll ist, finden wir noch zwei freie Flächen für unsere Gespanne.  Hier entdecken wir auch dieses Womo aus der Schweiz.

 Wir bleiben wir bis zum Abend im Camp und fahren dann in das Zentrum von Trondheim, um zu bummeln. Am nächsten Tag geht es erneut nach Trondheim. Zuerst besuchen wir den Fischmarkt, von dem wir enttäuscht sind, da er eher ein großes Fischgeschäft mit Imbiß ist. Wir besichtigen den “Nidarosdom” und die Festung, bummeln über die “Alte Brücke” und erneut durchs Zentrum.

Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt haben, fahren wir auf der E6 weiter südwärts. Zwischen Oppdal und Dombås erreicht die Passstraße 1024 m Seehöhe, die unsere Gespanne mit Leichtigkeit überwinden. In Otta biegen wir rechts ab auf die 15 und fahren bis Vågå, wo wir auf dem NAF-Platz "Smedsmo Camping & Fritid" (215 NOK/Nacht) einchecken. Wir fahren am nächsten Tag auf der 15 bis Lom, besichtigen hier die Stabkirche (40 NOK/Pers.) aus dem 12. Jahrhundert, die eine der größten und schönsten Norwegens ist. Ein weiterer Besuch gilt dem “Fossheim Steinsenter”. Geologisches Museum, Schmuckgalerie, Werkstatt und Geschäft sind unter einem Dach. Der Eintritt ist frei. Ein kleiner Stadtbummel rundet das Bild von Lom ab.

In Lom verlassen wir die 15 und fahren auf der 55 weiter in Richtung Sogndal. Bei Bøverdal machen wir einen Abstecher zum “Galdhøpiggen” (2469m), dem höchsten Berg Norwegens. Dabei erreichen wir mit dem Auto eine Seehöhe von 1856 Meter. Der “Sognefjellsvegen”, wie die 55 genannt wird, ist die höchstgelegene Paßstraße Nordeuropas, erreicht lt. meinem Navigationsgerät eine Höhe von 1435 Meter und führt durch die nordische Berglandschaft mit den höchsten Bergen Skandinaviens. Während der Talfahrt werden die Bremsen unserer Caravans so heiß, daß die Plastekappen auf den Radmuttern aufweichen und verloren gehen. Glücklich und ohne Schaden im Tal angekommen, fahren wir bis Sogndal und biegen ab auf die 5. Von Mannheller aus setzen wir mit der Fähre (184 NOK) über nach Fodnes, erreichen kurz hinter Lærdal die E16 Richtung Bergen und müssen durch den 25 km langen “Lærdalstunnelen”. Kurz danach kommen wir nach Flåm und übernachten hier.

Am nächsten Tag fahren wir mit der “Flåmsbana”, der steilsten, normalspurigen Eisenbahn der Welt, bis nach Myrdal und retour. Fahrpreis hin und zurück 290 NOK/Person.

 

 

 

Dann geht es weiter auf der tunnelreichen E16, bis wir in Arna auf die 580 abbiegen und bis zum "Lone Camping" (225 NOK/Nacht) in Haukeland fahren. Hier bleiben wir für 3 Tage, um Bergen zu besuchen. Viel Zeit verwenden wir für Bergens älteste Besiedlung, das auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO stehende "Bryggen" mit seinen einmaligen Holzhäusern, Gässchen, Geschäften und Galerien.

 

Natürlich besuchen wir auch den Fischmarkt, die Festung "Bergenhus" und machen einen ausgiebigen Stadtbummel. Dabei zeigt sich Bergen von seiner bekannten Seite: es regnet immer wieder ziemlich heftig.

Am nächsten Tag hat sich der Regen verzogen und wir besuchen die “Fantoft Stavkirke (30 NOK/Pers.), die ursprünglich 1150 in Fortun am Sognefjord errichtet und 1883 nach Fantoft verlegt wurde. 1992 brannte sie bis auf die Grundmauern ab, wurde wieder aufgebaut und kann seit 1997 besichtigt werden. Im Freilichtmuseum “Gamle Bergen” werden über 40 charakteristische Bergener Holzhäuser ab dem 18. Jahrhundert gezeigt, die während einer Führung (50 NOK/Pers.) besichtigt werden können. Zum Abschluß unseres Bergenbesuches fahren wir mit der “Fløibana” (70 NOK/Pers.) auf den 320 m hohen Fløien und genießen bei zeitweiligem Sonnenschein die grandiose Aussicht auf Bergen und die wunderbare Fjord- und Fjelllandschaft.

 

Am nächsten Tag verlassen wir Bergen über die 580 und stoßen in Gullbotn auf die 7, die wir ostwärts bis Kvanndal fahren. Hier setzen wir mit der Fähre (230 NOK) nach Utne über, fahren auf der 550 bis Odda und benutzen ab hier die 13 und die E134 in Richtung Oslo.

 

Die kurven- und tunnelreiche Strecke durchfahren wir bei teilweise starkem Regen. Am Abend erreichen wir Heddal, wo wir die größte Stabkirche Norwegens besichtigen, die 1250 erbaut und 100 Jahre später zu ihrer heutigen Größe erweitert wurde. In Heddal finden wir auch einen ruhigen Platz, auf dem wir übernachten.

 

 

 

 

Dann fahren wir bis Kongsberg zum "Norsk Bergverksmuseum" und erfahren die Geschichte der rund 60 Silbergruben von Kongsberg. Anschließend legen wir die restliche Strecke bis Oslo zurück und checken auf dem "Ekeberg Camping" für drei Nächte ein (295 NOK/Nacht).

 

 

 In das Zentrum von Oslo fahren wir mit dem Bus. Wir besuchen die Festung Akershus, bummeln über den großen Rathausplatz nach “Aker Brygge” und bestaunen hier die neuzeitlichen Bauten aus Glas und Stahl. Weiter führt uns der Weg in den Park des “Kongelige Slot”, des Königlichen Schlosses, dem Wohnsitz von König Harald V. und Königin Sonja mit Ihrer Familie. Wir bummeln natürlich auch durch die Straßen der Innenstadt mit ihren zahlreichen Shops, Bistros, Pubs und Straßenmusikanten und sind angenehm überrascht vom lebhaften Treiben und den vielen Menschen.

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Auto auf die Halbinsel Bygdøy und besuchen das “KON-TIKI” Museum, in dem das Original Papyrusfloß "RA II" von Thor Heyerdahl gezeigt wird. Anschließend fahren wir zur bekannten Holmenkollen Sprungschanze, haben hier aber Pech mit dem Wetter: vor lauter Nebel können wir nichts sehen. Darum geht es zurück in die Stadt, wo wir im "Vigelandsparken" das Lebenswerk des Bildhauers Gustav Vigeland, 200 Skulpturen aus Bronze, Granit und Schmiedeeisen, bewundern.

Wir verlassen Oslo und fahren auf der E6 Richtung Göteborg. Der Grenzübertritt nach Schweden erfolgt ohne Stop und es geht zügig weiter bis Göteborg. Den hier geplanten Aufenthalt lassen wir fallen, da wir auf mehreren Campingplätzen keine Stellplätze bekommen. Der Grund ist ein großes Fußballspiel in der Stadt. Wir fahren deshalb die E6 weiter und bleiben in der Nähe von Falkenberg auf dem CP "Olofsbo" (245 SEK/Nacht).

In Falkenberg besichtigen wir "Törngrens Krukmakeri", Nordeuropas älteste Töpferei. Gegründet 1789, befindet sie sich in der 7. Generation der Familie und arbeitet noch am selben Platz in den selben Gebäuden. Wir besuchen eine weitere Sehenswürdigkeit, "Svedinos Bil- och Flygmuseum", eine der größten Sammlungen historischer Autos und Flugzeuge in Europa (Eintritt 70 SEK).

Weiter geht es auf der E6 Richtung Öresundbrücke von Malmö nach Kopenhagen. Die Passage (600 SEK) über die insgesamt 16 km lange Hochbrücken- und Tunnelverbindung ist problemlos und so fahren wir zügig weiter auf der E20, passieren die rund 13 km lange Brückenkombination über den Großen Belt (310 DKK) und finden in Odense im alten Hafen einen ruhigen Platz zum Übernachten.

 

 

 

 

 

Am anderen Morgen rollen wir weiter auf der E20, biegen hinter Kolding ab auf die E45 Richtung Deutschland und fahren auf der A7 bis Großburgwedel. Hier übernachten wir auf den Campingplatz "Erholungsgebiet Springhorstsee" (14,50 €/Nacht), bevor wir die letzte Etappe unserer Großen Skandinavienrundfahrt unter die Räder nehmen und den Heimatort ansteuern.

 

Insgesamt waren wir 52 Tage unterwegs, haben 14 mal frei und 37 mal auf Campingplätzen gestanden. Mit dem Caravangespann wurden 8.829 km und insgesamt 9.213 km zurück gelegt. Dabei verbrauchte mein Nissan X-Trail 984 Liter Diesel. Beim Gewicht des Gespannes von 3.550 kg ergibt das einen Durchschnittsverbrauch von 10,68 Liter/100 km. Technische Probleme gab es bei keinem unserer Fahrzeuge. Alle sieben Grenzübertritte erfolgten ohne jegliche Kontrolle

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Zuletzt aktualisiert am: 19.05.2012

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