Avatar-neu
Polenrundfahrt 2010
Gästebuch
Logo rechts
index sitemap advanced
search engine by freefind

 

a_ArrowLine

Polenrundfahrt im Juli 2010


Polenrundfahrt 2010 auf einer größeren Karte anzeigen

Die Bilder bitte mit der Maus berühren.

Wir starteten unsere Tour am letzten Mittwoch des Juni und fuhren zunächst nach Bolesławiec (Bunzlau), um einige keramische Erzeugnisse einzukaufen. Bunzlauer Keramik dürfte weithin bekannt sein.

 

Nach einem kleinen Stadtbummel fuhren wir weiter in den Riesengebirgsort Karpacz (Krummhübel). Auf dem dortigen Parkplatz nahe der Kirche Wang übernachteten wir auch gleich.

Tageskilometer: 179, Koordinaten: N 50.78137, E 15.72341, Übernachtungskosten: 25 Zł (6,25 €)

 

Am nächsten Morgen besuchten wir die Kirche Wang, eine norwegische Stabkirche aus dem 12. Jhd. Sie wurde 1841 von König Friedrich Wilhelm IV. gekauft und im Riesengebirge aufgebaut. Eintritt 6.- Zł/Person

Anschließend fuhren wir nach Swidnica (Schweidnitz). Hier besichtigten wir neben der im letzten Weltkrieg unzerstörten Altstadt die einzigartige Friedenskirche zur Hl. Dreifaltigkeit. Der 1654-1655 errichtete Fachwerkbau fasst 7500 Gläubige und gehört seit 2001 zum Weltkulturerbe der Unesco. Koordinaten: N 50.84589, E 16.49241

Dann ging es weiter bis nach Wroclaw (Breslau), wo wir auf dem Camping Nr. 117, am Stadion gelegen, eincheckten.

Tageskilometer: 146, Koordinaten: N 51.11723, E 17.09097, Übernachtungskosten: 60 Zł (15,- €) inkl. aller Nebenkosten

 

Die nächsten zwei Tage besichtigten wir Wroclaw. In die Stadt fuhren wir mit der Straßenbahn, die direkt vor dem Campingplatz hält. Der Fahrpreis betrug 2,40 Zł (0,60 €) pro Person für eine Fahrt.

Wrocław ist mit etwa 630 000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Polens, die im Jahre 2000 ihr tausendjähriges Jubiläum hatte. Eine Vielzahl von Kirchenbauten, ein botanischer Garten, ein Zoo, ein Einkaufszentrum im westlichen Stil, zahlreiche Restaurants und Cafes sowie wunderbar restaurierte Bauten lassen keine Langeweile aufkommen. Vom Turm der Kathedrale (mit Lift) hat man einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt.

Von Wrocław aus fuhren wir nach Opole (Oppeln), um in das dortige Freilichtmuseum zu gehen. Gezeigt werden alte Gebäude aus dem schlesischen Raum, die hier originalgetreu wieder aufgebaut wurden.

Eintritt 8.- Zł/Person Koordinaten: N 50.68194, E 17.86264

Ein Bummel durch das Zentrum von Opole rundete den Tag ab, den wir auf einem kleinen Parkplatz am Stadtrand beendeten.

Tageskilometer: 107, Koordinaten: N 50.67926, E 17.86015

 

Auf unserer Weiterfahrt Richtung Czestochowa (Tschenstochau) entdeckten wir in Ozimek den Hinweis auf einen Jura-Park in Krasiejów und fuhren da hin. In der neu errichteten Anlage wird das Tierleben vor etwa 200 Millionen Jahren sehr anschaulich dargestellt.

Koordinaten: N 50.66109, E 18.26626, Eintritt 18.- Zł/Person (4,50 €).

Anschließend ging es weiter bis zum Tagesziel, den Camping Oleńka in Czestochowa.

Tageskilometer: 114, Koordinaten: N 50.81121, E 19.09138, Übernachtungskosten: 45,40 Zł/Nacht  (11,35 €) inkl. aller Nebenkosten

Der heiligste Wallfahrtsort Polens ist das große Marienbild in der Muttergottes-Kapelle des Paulinenklosters Jasna Gora (Hellen Berg) in Czestochowa. Vom Campingplatz aus in fünf Minuten zu Fuß erreichbar, kann man den gewaltigen Komplex besichtigen.

Unser nächstes Ziel war Kraków (Krakau), die ehemalige Hauptstadt Polens. Hier gingen wir auf den etwa vier Kilometer vom Zentrum entfernten, sehr empfehlenswerten Camping Smok

.

Tageskilometer: 134, Koordinaten: N 50.04794, E 19.88006, Übernachtungskosten 75.- Zł/Nacht (18,75 €) inkl. aller Nebenkosten

Das Zentrum von Kraków war unser nächstes Besichtigungsziel. Mit Bus und Straßenbahn, mit dem Fahrpreis von 2,50 Zł (0,63 €) kann man eine Stunde lang alle Busse und Straßenbahnen nutzen, fuhren wir in die Stadt hinein. Leider konnten wir Sukiennice, die Tuchhallen, nur zum Teil besichtigen, da gerade renoviert wurde. Entschädigt wurden wir vom regen Leben auf dem Rynek Glowny, dem Hauptmarkt der Stadt sowie den angrenzenden Straßen und Gassen mit ihren vielen Geschäften, Bars und Cafes. Die Bastion Wawel, eine festungsartige Anlage mit Bastion, Schloß, Kathedrale, Museen und Gaststätte, rundete unseren Tag ab.

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus nach Wieliczka, um das Unesco-Weltkulturerbe Kopalnia Soli, das Salzbergwerk, zu besichtigen. Eintritt mit deutscher Führung 65.- Zł/Nacht (16,25 €). Die Führung dauert etwa 2,5 Stunden und gibt einen interessanten Einblick in das ca. 700 Jahre alte Bergwerk.

 

Wir setzten unsere Rundfahrt fort, passierten die Städte Tarnow und Rzesow und fanden nach 210 km einen geeigneten Übernachtungsplatz in einer kleinen Sandgrube.

Der nächste Tag brachte uns nach Lublin, der größten Stad Ostpolens. Im südlichen Vorort Majdanek kann dass ehemalige KZ gleichen Namens besichtigt werden, in dem vermutlich über 350.000 Menschen den Tod fanden. Wir unternahmen in Lublin einen kleinen Stadtbummel und fuhren dann zügig in Richtung Warschau weiter, wo wir am Abend auf dem Campingplatz Rapsodia eincheckten.

Tageskilometer: 319, Koordinaten: N 52.22875, E 20.93046, Übernachtungskosten 80.- Zł/Nacht ( 20,- €) inkl. aller Nebenkosten

Nahe des Campingplatzes befindet sich eine Haltestelle der Straßenbahnlinie 26, mit der man in etwa 20 Minuten in der Altstadt ist. Fahrpreis 2,80 Zł/Person (0,70 €), gültig für zwei Stunden. Wir besichtigten die Altstadt und die angrenzende Neustadt, bummelten zwischen modernen Hochhäusern und Bauten aus der Ära der Nachkriegszeit (Warschau wurde 1944 von den Nazis systematisch zu 84% zerstört) und fuhren mit dem Fahrstuhl in das 30. Stockwerk des Palastes der Kultur und Wissenschaften (mit 234,5 m das höchste Gebäude Polens), um das Panorama Warschaus zu genießen.

Nach drei Übernachtungen verließen wir die polnische Hauptstadt und fuhren nordwärts weiter in Richtung der Masuren. Im Laufe des Nachmittag erreichten wir Ełk (Lyck), was als die Hauptstadt der Masuren bezeichnet wird. Hier gingen wir auf den kleinen, aber empfehlenswerten Campingplatz. Nachdem sich ein Gewitter ausgetobt hatte, machten wir noch einen Bummel durch die Stadt und am See entlang.

 

Tageskilometer: 261, Koordinaten: N 53.81615, E 22.35388, Übernachtungskosten 65.- Zł/Nacht ( 16,25 €) inkl. aller Nebenkosten

Am nächsten Tag fuhren wir zur Wolfsschanze, dem berühmt-berüchtigten Kriegshauptquartier Adolf Hitlers.

Eintritt 12.- Zł/Pers. (3,- €), Koordinaten: N 54.07898, E 21.49329

Nach der Besichtigung ging es weiter nach Swieta Lipka (Heiligelinde), um die prunkvolle Wallfahrtskirche zu besuchen. Auf dem hier vorhandenem großen Parkplatz übernachteten wir auch gleich.

Tageskilometer: 123, Koordinaten: N 54.02768, E 21.21957

 

Der nächste Tag brachte uns nach Lidzbark Warminski (Heilsberg im Ermland), zum ehemaligen Sitz der Bischöfe des Ermlandes. Der quadratisch angelegten, äußerst sehenswerten Deutschordensburg sollte man auf alle Fälle einen Besuch widmen.

Koordinaten: N 54.12582, E 20.58304

Auf der Weiterfahrt Richtung Olsztyn (Allenstein) fanden wir einen großen Parkplatz, der sich auch für Übernachtungen anbietet. Koordinaten: N 54.05948, E 20.44872

Auf dem Campingplatz Ukiel in Olsztyn checkten wir für eine Nacht ein.

Tageskilometer: 112, Koordinaten: N 53.78678, E 20.39742, Übernachtungskosten 45.- Zł ( 11,25 €) inkl. aller Nebenkosten

 

Von Olsztyn aus fuhren wir nach einer kleinen Stadtbesichtigung zum Kanal Elbląski (Oberländischer Kanal), wo die Schiffe und Boote auf eine Art Lore verladen und über den Berg gezogen werden. Beobachten kann man das am Besten in Buczyniec (Buchwalde), wo sich an der unteren Station ein neuer, noch gebührenfreier Campingplatz befindet.

Tageskilometer: 93, Koordinaten: N 53.98046, E 19.62381

Am nächsten Morgen fuhren wir zunächst bis Elblag, um uns die Stadt anzusehen. Dann ging es nach Gdańsk (Danzig), die Hafenstadt an der gleichnamigen Bucht. Wir besuchten die historische Glowne Miasto (Rechtstadt), bummelten über den Dlugi Targ (Langer Markt) und durch die Ulica Gluga (Langgasse), die für Besucher sicherlich attraktivsten Orte. Übernachtet haben wir auf einem 24-Stunden Parkplatz in der Aleja Zwycięstwa, ca. 3 km von Glowne Miasto entfernt.

Tageskilometer: 124, Koordinaten: N 54.36925, E 18.63105, Übernachtungskosten 20.- Zł ( 4,90 €)

Über Sopot, Gdynia und Władysławowo fuhren wir weiter nach Łeba (Leba), um die rund 40 m hohe Gora Lacka (Lonsker Düne) im Nationalpark Slowinski (Eintritt 4,80 Zł/Pers.) zu besuchen. Zu diesem Zweck checkten wir auf dem empfehlenswerten Camping Rafael ein.

 

Tageskilometer: 161, Koordinaten: N 54.75698, E 17.54656, Übernachtungskosten 75,60 Zł/Nacht ( 18,45 €) inkl. aller Nebenkosten

Zu der Düne, die etwa 6 km von Łeba entfernt ist, kann man mit dem Fahrrad, mit Elektromobilen oder zu Fuß gelangen.

Von Leba aus ging es nach Kołobrzeg (Kolberg), dem größten Seebad der Ostseeküste. Besondere Sehenswürdigkeiten bietet die Stadt nicht, dafür aber kilometerlangen Sandstrand und Kuranlagen. Wir übernachteten auf einem  24-Stunden Parkplatz, auf dem auch Camping erlaubt war.

Tageskilometer: 177, Koordinaten: N 54.18164, E 15.58200, Übernachtungskosten: 35.- Zł (8,55 €)

Weiter ging die Fahrt entlang der Ostseeküste, bis wir zum Campingplatz Tramp in Kolczewo gelangten. Dieser Platz liegt unmittelbar hinter einem herrlichen Sandstrand in einem Wald und bot ausreichend Platz. Wir blieben hier zwei Tage.

Tageskilometer: 79, Koordinaten: N 53.99611, E 14.64627, Übernachtungskosten: 54.- Zł (13,20 €) inkl. aller Nebenkosten

Swinoujście (Swinemünde), unser nächstes Ziel, erreichten wir mittels der kostenlosen Fähre (mit langer Wartezeit) südlich der Stadt.

 

Nach einem kurzen Stadtbummel fuhren wir dann weiter bis Szczecin (Stettin). Hier checkten wir auf dem empfehlenswerten Camping Marina ein.

Tageskilometer: 147, Koordinaten: N 53.39585, E 14.63768, Übernachtungskosten: 58,50 Zł (14,30 €) ohne Strom

 

Wie in anderen Orten, so haben wir auch in Szczecin einen Stadtbummel gemacht, leider im strömenden Regen.

Da die Wetteraussichten nicht gerade rosig waren, beschlossen wir, nach Poznan (Posen) zu fahren. Fast die gesamte Strecke regnete es teilweise recht heftig. Bei der Ankunft in Poznan hatte es aufgehört, doch einige Unterführungen standen noch unter Wasser. Wir quartierten uns auf dem Camping Malta ein, der bei uns einen angenehmen Eindruck hinterließ. Die nahe am Camping vorbeifahrende Parkeisenbahn fährt nur am Tage und ist daher nicht störend.

Tageskilometer:267, Koordinaten: N 52.40445, E 16.98321, Übernachtungskosten: 80,00 Zł/Nacht (19,50 €) inkl. aller Nebenkosten

Camping Malta liegt am gleichnamigen See, der dem Rudersport und der Freizeitgestaltung dient. Wir hatten Gelegenheit, einigen Ruderwettkämpfen zuschauen zu können.

 

Am See entlang führt ein schöner Radweg ins 4 km entfernte Zentrum der Messestadt, welches wir natürlich auch besuchten.

Nach drei Übernachtungen fuhren wir weiter nach Zielona Góra (Grünberg). Da wir den anvisierten Campingplatz nicht fanden, übernachteten wir auf dem Parkplatz am Stadion. Hier hatten wir Gelegenheit, ein Sandbahnrennen kostenlos sehen zu können.

Tageskilometer: 170, Koordinaten: N 51.92750, E 15.53154

Nach einer ruhigen Nacht gingen wir auf die letzte Etappe unserer Rundreise, die nach insgesamt 3.091 Kilometer und vier Wochen Dauer zu Ende ging.

Unser Fazit lautet:

Polen ist immer eine Reise wert. Es bietet landschaftlich und städtebaulich für jeden Geschmack etwas. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit, die Preise niedriger als bei uns und die Straßenverhältnisse von sehr gut bis mäßig. Übernachten auf ausgeschilderten Parkplätzen stellt kein Problem dar. Auf Privatgrund dagegen sollte man sich unbedingt die Erlaubnis des Eigentümers einholen. Die Campingplätze sind von der Ausstattung her teilweise noch recht einfach, teilweise aber auch von gutem Standard. Beim Übernachten auf Parkplätzen hatten wir nie das Gefühl von Unsicherheit.

pfeil318

Zuletzt aktualisiert am: 19.05.2012

[Home] [Historie] [Reiseberichte] [2006] [2007] [2008] [2009] [2010] [2011] [2012] [Rechtslage]
pfeil320